Donnerstag, 5. Januar 2012
VELBERT JA GERNE!velbert, 21:06h
VELBERT - hier lebe ich seit 26 Jahren und auch gerne!
Wir haben drei Stadtteile Velbert-Mitte, Neviges und Langenberg.
Die Nevigeser und Langenberger wurden in den 1970er Jahren eingemeindet und sind bis heute nicht besonders glücklich darüber "Velberter" zu sein.
Beide Stadtteile sind äußerst interessant und haben viele Sehenswürdigkeiten, aber vorerst einmal möchte ich Ihnen etwas aus Velbert-Mitte erzählen.
Meine Stadt liegt am südlichen Rand des Ruhrgebietes, mittig im Dreieck Essen, Wuppertal und Düsseldorf. Wir gehören zum Niederbergischen Land und ein ganz klein wenig zum Rheinland. Ich habe mir sagen lassen, dass Velbert nach dem 2. Weltkrieg die höchste Kneipendichte des Rheinlandes hatte - das muss erst mal einer nachmachen!
Oft kann man hören: "Velbert ist ein Kaff" oder "Was gibt's schon in Velbert zu sehen?" oder "Hier sind alle stur und langweilig!"
LANGWEILIG ???
H A L L O ?!
GEHT'S NOCH !!!
Ich bin nur mit leichten Einschränkungen stur und langweilig bin ich schon mal nicht!
Wir Menschen sind doch die Stadt - das Gesicht der Stadt und dass schon seit 875!
Ich möchte Sie einladen, mit mir durch unsere Stadt zu spazieren und dabei will Ihnen nicht nur die noch übriggebliebenen Sehenswürdigkeiten zeigen, sondern auch von den Menschen erzählen, die hier gelebt, geliebt und hart gearbeitet haben.
Velbert hat einiges zu bieten. Auch wenn Sie New York, Rom, London oder Barcelona kennen, ein kleiner Spaziergang - ein Schlendern durch meine Stadt wird Ihnen Freude mache.
Wenn Sie wollen, begleiten Sie mich.
29.01.2012
Wie gesagt, seit 875 gibt es Velbert in schriftlicher Erwähnung und zwar in einer Urkunde des Erzbischof Willibert zu Köln - als zinspflichtiger Bezirk. Eine schriftlich Erwähnung Berlins war erst 360 Jahre später!!! Damals stand in dem Blatt allerdings Feldbrahti - etwas später nennt man unsere Stadt Velbrechte (1265), Velbergh (1372), Velbreit (1484), Velbrecht (1560). Aber bleiben wir bei der ersten Bezeichnung Feldbrahti - und das bedeutet soviel wie "frisch umgebrochenes, hell leuchtendes Feld". Der Name beschreibt, was die "Werdener" damals gesehen haben, wenn sie in unsere Richtung geschaut haben: gerodete, lichte Felder oben auf dem Berg über dem Wanneswald (der sich dicht und dunkel bis Duisburg hinzog). Wenn wir heute auf der 224 mit dem Auto aus Essen kommen, bemerken wir nicht mehr, dass hoch geht - immerhin liegt unsere Stadt 262 m ü.M.!
Ich frage mich, was die Menschen damals veranlasst hat, sich hier oben niederzulassen? Es wäre doch einfacher gewesen, in Werden oder Neviges zu bleiben - aber sie zogen den Berg hinauf, rodeten die Buchen und Eichen und versuchten aus der dünnen Erdkrume (ca. 20 cm über Sandstein, Tonschiefer und Kalken) mehr oder weniger fruchtbares Land zu machen. Es war ein hartes Leben, das Wasser floss den Berg hinunter und weg, der Wind trocknete den Boden aus - aber irgendwas besonderes muss dieser Platz wohl gehabt haben. Vielleicht konnte man hier oben freier atmen oder es war der Geruch nach Salz und Meer, den der Westwind brachte? Magie???
31.01.2012
Magisch??? - Aber nicht für die edle Frau Adalheite von Velbert, denn sie schenkt 1047 dem Werdener Stift ein Gut, mehrere einfache Häuser und die dazugehörige Kapelle. Aber schenken ist geschönt gesagt, denn sie tauscht ihren Velberter Besitz gegen einen Hof in Weitmar bei Bochum und einer lebenslangen Rente ein.
Aus dieser Schenkungsurkunde wissen wir jetzt aber immerhin schon, dass es hier damals eine kleine Ansiedlung gab!
1326 wird erstmals das Offermans Huis, die Kapelle der Hl. Ida und das Lehmgut Hof zum Hof erwähnt.
Ja, und jetzt sind wir schon beim Offers - wie wir Velberter sagen. Ein äußerst bemerkswertes Gebäude mit viel Geschichte und Geschichten.
Der Name "Offers" leitet sich von opfern ab. In früheren Zeiten wurde der Küster einer Kirche auch als "Opfermann" benannt, weil er die Abgaben - die "Opfer" - der Gläubigen einsammelte. Belegt ist es nicht, ob der Küster der Ida-Kapelle jemals im Offers lebte, aber durchaus vorstellbar.
Wir haben drei Stadtteile Velbert-Mitte, Neviges und Langenberg.
Die Nevigeser und Langenberger wurden in den 1970er Jahren eingemeindet und sind bis heute nicht besonders glücklich darüber "Velberter" zu sein.
Beide Stadtteile sind äußerst interessant und haben viele Sehenswürdigkeiten, aber vorerst einmal möchte ich Ihnen etwas aus Velbert-Mitte erzählen.
Meine Stadt liegt am südlichen Rand des Ruhrgebietes, mittig im Dreieck Essen, Wuppertal und Düsseldorf. Wir gehören zum Niederbergischen Land und ein ganz klein wenig zum Rheinland. Ich habe mir sagen lassen, dass Velbert nach dem 2. Weltkrieg die höchste Kneipendichte des Rheinlandes hatte - das muss erst mal einer nachmachen!
Oft kann man hören: "Velbert ist ein Kaff" oder "Was gibt's schon in Velbert zu sehen?" oder "Hier sind alle stur und langweilig!"
LANGWEILIG ???
H A L L O ?!
GEHT'S NOCH !!!
Ich bin nur mit leichten Einschränkungen stur und langweilig bin ich schon mal nicht!
Wir Menschen sind doch die Stadt - das Gesicht der Stadt und dass schon seit 875!
Ich möchte Sie einladen, mit mir durch unsere Stadt zu spazieren und dabei will Ihnen nicht nur die noch übriggebliebenen Sehenswürdigkeiten zeigen, sondern auch von den Menschen erzählen, die hier gelebt, geliebt und hart gearbeitet haben.
Velbert hat einiges zu bieten. Auch wenn Sie New York, Rom, London oder Barcelona kennen, ein kleiner Spaziergang - ein Schlendern durch meine Stadt wird Ihnen Freude mache.
Wenn Sie wollen, begleiten Sie mich.
29.01.2012
Wie gesagt, seit 875 gibt es Velbert in schriftlicher Erwähnung und zwar in einer Urkunde des Erzbischof Willibert zu Köln - als zinspflichtiger Bezirk. Eine schriftlich Erwähnung Berlins war erst 360 Jahre später!!! Damals stand in dem Blatt allerdings Feldbrahti - etwas später nennt man unsere Stadt Velbrechte (1265), Velbergh (1372), Velbreit (1484), Velbrecht (1560). Aber bleiben wir bei der ersten Bezeichnung Feldbrahti - und das bedeutet soviel wie "frisch umgebrochenes, hell leuchtendes Feld". Der Name beschreibt, was die "Werdener" damals gesehen haben, wenn sie in unsere Richtung geschaut haben: gerodete, lichte Felder oben auf dem Berg über dem Wanneswald (der sich dicht und dunkel bis Duisburg hinzog). Wenn wir heute auf der 224 mit dem Auto aus Essen kommen, bemerken wir nicht mehr, dass hoch geht - immerhin liegt unsere Stadt 262 m ü.M.!
Ich frage mich, was die Menschen damals veranlasst hat, sich hier oben niederzulassen? Es wäre doch einfacher gewesen, in Werden oder Neviges zu bleiben - aber sie zogen den Berg hinauf, rodeten die Buchen und Eichen und versuchten aus der dünnen Erdkrume (ca. 20 cm über Sandstein, Tonschiefer und Kalken) mehr oder weniger fruchtbares Land zu machen. Es war ein hartes Leben, das Wasser floss den Berg hinunter und weg, der Wind trocknete den Boden aus - aber irgendwas besonderes muss dieser Platz wohl gehabt haben. Vielleicht konnte man hier oben freier atmen oder es war der Geruch nach Salz und Meer, den der Westwind brachte? Magie???
31.01.2012
Magisch??? - Aber nicht für die edle Frau Adalheite von Velbert, denn sie schenkt 1047 dem Werdener Stift ein Gut, mehrere einfache Häuser und die dazugehörige Kapelle. Aber schenken ist geschönt gesagt, denn sie tauscht ihren Velberter Besitz gegen einen Hof in Weitmar bei Bochum und einer lebenslangen Rente ein.
Aus dieser Schenkungsurkunde wissen wir jetzt aber immerhin schon, dass es hier damals eine kleine Ansiedlung gab!
1326 wird erstmals das Offermans Huis, die Kapelle der Hl. Ida und das Lehmgut Hof zum Hof erwähnt.
Ja, und jetzt sind wir schon beim Offers - wie wir Velberter sagen. Ein äußerst bemerkswertes Gebäude mit viel Geschichte und Geschichten.
Der Name "Offers" leitet sich von opfern ab. In früheren Zeiten wurde der Küster einer Kirche auch als "Opfermann" benannt, weil er die Abgaben - die "Opfer" - der Gläubigen einsammelte. Belegt ist es nicht, ob der Küster der Ida-Kapelle jemals im Offers lebte, aber durchaus vorstellbar.
... link (0 Kommentare) ... comment